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Von der Geburt bis Heute

Am Montag den 16.02.1987 war es soweit. An diesem Tag wurde ich in Essen-Rüttenscheid im Alfried-Krupp-Krankenhaus geboren.

Als ich dann im Stadtteil Bergerhausen begann aufzuwachsen, ging ich auf die Grundschule "Am Krausen Bäumchen" und anschließend auf die Gesamtschule Süd.

Während meiner Schulzeit hatte ich jede Menge Berufswünsche. Um genau zu sein so Jungen übliche Berufswünsche wie : Polizist, Feuerwehrmann, Mitarbeiter der Müllabfuhr (auch wenn ich nicht so gut pfeifen kann) und nach und nach kam ich dann auf den Öffentlichen Personennahverkehr. Dann wollte ich mal Straßenbahn oder Busfahrer werden.
Aber in der 7 Klasse habe ich dann den Vogel abgeschossen.

Wie sage ich immer "Die Gene hat mir mein Vater vererbt"

Und somit verschärfte ich dann mein Hobby "Die Eisenbahn" und machte dann mein Schülerbetriebspraktikum bei der damals noch "DB Cargo AG" in Oberhausen Osterfeld Süd.
3 Wochen pflicht von der Schule aus, und dann in der ersten Woche der Osterferien eine Woche freiwillig.

Zu dem Zeitpunkt wollte mich der Dienststellenleiter schon als Lokdienstleiter, oder Lokführer haben, was aber nicht so ganz klappte. Wie auch, musste ja meine Schule zu Ende machen.

Und dann fing die Zeit an, wo man sich mal um einen Ausbildungsplatz bewerben sollte.

Dies tat ich dann auch.

Und auf Gut Glück habe ich mich mal nur bei der DB beworben.
3 Bewerbungen zu DB Regio in alle Bereiche in NRW, 1 Bewerbung an DB Cargo, und 1 bei DB Netz als Fahrdienstleiter EiB.

Nun ja, und wo Gott es wollte. Wurde ich dann auch tatsächlich zur Einstellungsuntersuchung eingeladen, den ich dann auch geschafft habe. Und keine zwei Wochen später, kam das Vorstellungsgespräch in Duisburg.

Als ich dann auf den Flur der 2. Etage in der Königsstraße gekommen bin, sah mich der EiB-Koordinator Uwe Oenning, schmunzelte, und sagte nur: "Jetzt unterhalt dich mal mit der netten BA-Studentin, und anschließend machen wir nen Termin für den Vertrag." Das mir der Arsch auf Grundeis ging kann sich ja wohl jeder vorstellen. Da kommt man zu nem Vorstellungsgespräch, und man bekommt gesagt, das man die Ausbildung schon in der Tasche hat.
Aber wer meine Praktikumsbeurteilung kennt, der weiß wieso. :-)

Dann, am 01. September 2003 begann dann der ernst des Lebens.
Das witzige an der Sache, wir starteten mit einem "neuen" Unternehmen unsere Ausbildung.
Denn am 01.09.2003 um 00 Uhr wurde aus der Deutschen Bahn Gruppe "DB Cargo", die Railion Deutschland AG!

Die Schulbank im klassischen Sinne war bis auf den Gedanken an die Berufsschule weg.
Aber dann begann die Zeit der Vorschriften. Ohje, was wir am ersten Tag alles bekommen haben.
Nur zu dem Zeitpunkt wussten Wir, die Railion EiB 2003 aus Duisburg, noch nicht, das es gerade mal ein Bruchteil an Vorschriften sind, die wir brauchen werden.

Nach unserer Einkleidung am 2. Tag bei Manni Spittler in Wanne-Eickel ging es dann los.
Bahnhofsführung und örtliche Einweisung nach der Unfallverhütungsvorschrift im Bahnhof Wanne-Eickel. Und dann ging alles Ratz Fatz.

Jede Menge Einführungsseminare mit Rita Reiter bei DB Bildung, Ausbildung zum Bremsprobeberechtigten, Wagenprüfer G, das geilste Seminar für jeden Azubi -> SMK (Soziale Methoden und Kompetenzen) in Regensburg.
Dann praxis Einsätze im Bahnhof und dann waren wir schon im zweiten Lehrjahr.
Wir durften dann mal die Luft des Lokführers beim Transportmanagements schnuppern und dicke Züge mit E-Lok und Großdieselloks (mit)-fahren.

Und neben den Berufsschulblöcken ging es dann in die Ausbildung für die Baureihen 290 und 294.
Grundlagen des Betriebsdienstes, Unregelmäßigkeiten, Signalschaufahrten, Grundlagen Dieseltraktion, Baureihenausbildung 290 und 294, Ausbildung auf der Funkfernsteuerung der 1. und 2. Serie bei der DB AG, Einweisung auf 290/294 Remotorisiert und dann, zwischen durch auch schon, die Fahrausbildung in Oberhausen Osterfeld, Funkfahren, und Fahrschule nach Dinslaken und Wesel Hafen. (Wo so mancher Plan Lrf kein Bock mehr hatte, wenn wir uns mit Fahrschule angekündigt haben *lach*) Aber es hat ja, fast, immer alles gut hingehauen.

Und es ging immer weiter.

Fahren unter Überwachung war die schönste Zeit.
Fahren, Fahren, Fahren und nochmal Fahren - Einfach nur geil.
290 am Wanner Berg und die schöne Naturbedienfahrt in den Bahnhof Essen Nord, 3 Tage Frühdienst und von Osterfeld aus nach Düsseldorf Rath und anschließend eine Woche beim Loktauscher.
Und dann beim Kollegen Heinz Touren nach Castrop-Rauxel zu Chemie Rüttgers, Dortmund-Mengede Schotterwagen für DB Netz, Recklinghausen Süd leere RedBull-Dosen bei Rexam abholen, Herne zu Sasol Chemi, Marl-Sinsen Zugbildung für Stuttgart und Italien mit Quarzsandzügen, Sythen bei den Quarzsandwerken und in Dülmen bei der Britschen Armee.

Und dann kam die Abschlußprüfungen bei der Industrie- und Handelskammer.
Was die alles von uns wissen wollten.
Eine Richtige Frechheit :-)
Aber hat alles gepasst.

Dann wurde ich aufgrund meiner Leistungen und der Tätigkeit in der JVA, öhm, JAV übernommen.
Aber leider nicht Heimatnah in Wanne-Eickel, sondern in der weit entfernten Zugbildungsanlage Gremberg bei Köln.

Als ich in den großen Bahnhof kam, habe ich erstmal überall Einweisung bekommen.
Entkuppler, Spitzenwärter (der mit Lrf und Köf Wagen mit Luft abstellt), Rangierbegleiter an der Bahnhofslok und als Kuppelmichel in der Zubildung.

Naja, 9 Monate hat es gedauert, und dann kam ein Herr des Eisenbahn-Bundesamtes und hat zwei Kollegen und mich, als Triebfahrzeugführer unter 21 Jahren "tauglich" geschrieben.
Und somit fahre ich auf der Baureihe 294 und Sondergenehmigung im Bahnhof Gremberg und Bilde Güterzüge.

Aktualisierung Dienstag 30.10.2007

Nun ist es Mai 2007, und mir wurde mitgeteilt, das das CargoZentrum Köln endlich meinem Wechsel in mein Heimat CargoZentrum Duisburg zugestimmt hat, und das ich ab dem 01.06.2007 Lrf in Oberhausen Osterfeld bin. Man was hab ich mich gefreut.

Und dann ging auch schon alles Ruck Zuck. Meine Zeit in Gremberg war gezählt, und dann kam das nachdenkliche. Ob es wirklich so richtig ist, Gremberg zu verlassen. Gerade so richtig in Gremberg eingelebt, mit fast jedem kam man gut aus. Selbst mit dem Diensteinteiler Karl-Heinz, mit dem ich zu Beginn in Gremberg tierischen Streß hatte.

Ja, da sich so nen paar Überstunden auf meinem Arbeitszeitkonto angesammelt haben, konnte ich dann sogar noch die letzten anderthalb Wochen bis zum 01.06.2007 zu Hause bleiben. Von meinen 66 Stunden, sind dann nur noch um die 10 über geblieben. Selbst Karl-Heinz war traurig, das ich wieder weg war. War ja einer seiner kleinen Geheimen Wunderwaffen, die zwar nichts Nachts fahren durfte, aber dafür kam ich "gerne" mal aufm Samstag oder Sonntag ins Schöne Köln.

Endlich war es soweit.
Freitag 01.06.2007 und wie begann mein Einsatz im CZ Duisburg? Mit Urlaub. Nix getan, und schon Urlaub :)
Musste aber sein. Meine Urlaubsplanung sah den Urlaub erst ne Woche später vor, aber genau in der Woche musste ich zur 5 tätigen Verwendungsfortbildung für die Baureihen 362-365 funk und manuell. Und jetzt ratet mal wo - Richtig: Köln-Gremberg. Kaum weg, und schon wieder da.

Die 5 Tage gingen dann aber recht fix um. Und dann das aller geilste. Ich hab schon nicht mehr dran gedacht, aber ich durfte tatsächlich 4 Tage in meiner alten Heimat Wanne-Eickel auf 363 Fahren unter Überwachung machen. Und dann das beste. Lok 14 - Essen Nord und Gelsenkirchen Wattenscheid.

Essen Nord kannte ich ja noch aus meinem Einsatz auf 290 und nach Gelsenkirchen Wattenscheid wollte ich schon immer mal. Einfach Klasse.

Anschließend gab es dann sage und schreibe 6 Wochen Einweisung als Fristentauscher. War auch gut so. Als Osterfelder Fristentauscher muss man sich in halb Nordrhein-Westfalen auskennen. Teilweise kommen wir sogar bis Hamm oder Gremberg.

Und dann, musste ich wieder nach Köln. Aber diesmal nur zum Hbf. Denn im Sparda-Bank Gebäude ist DB Gesundheitsservice.
Da ich ja immer noch keine 21 Jahre alt bin, und für einen Kollegen und mich eine neue Sondergenehmigung beantragt wurde, und das Eisenbahn-Bundesamt scheinbar andere Vorstellung der Zulassung von Tf unter 21 hat, mussten der Markus E. und Ich zum einem Eignungsgespäch für Tf unter 21 bei einer Diplom-Psychologin. Wir hatten schon Bammel, das wir den ganzen PC Einstellungstest neu machen müssten, aber die Frau Schmidt hat uns ja dann die Angst genommen.
Ich bezeichne das alles mehr oder weniger als "Small-Talk" und Fragebogen ausfüllen. Aber interessant, wie sowas abläuft.

Dann fehlte uns beiden nur noch die Fahrt im Simulator. Also die Woche danach, direkt aufm Montag um 7 Uhr im Simulatorgebäude in Hagen antreten und nen bisschen 101er bzw. 152er fahren. Ich musste mich richtig zusammenreißen, als mir der Walter, der Constructor die Lok erklären musste :)
Kannte ich ja schon alles. Aber egal.

War ja keine große Frage. Beide die Fahrt bestanden und denn fehlte nur noch eine neue Abnahmefahrt mit dem Kollegen vom Eisenbahn-Bundesamt.

Alles gut und schön. Wenn nicht Chaos gewesen wäre. Lok ohne Werkstattsstempel in der Halle, ne Lok die wir dann aus höflichkeit mit nach Hagen nehmen wollten, stand auf der anderen Seite der Werkstatt. Und dann Umleitungen, Fahrplan-Mitteilungen, Rangieren in Hagen, wieder Fehlleitungen und sonst noch was einen ins Schwitzen bringen kann, wenn nen DB Prüfer, ein Kollege des Eisenbahn-Bundesamtes und noch der Lrf-Gruppenleiter auf der Lok ist.

Aber, ich würde für tauglich befunden, alleine, unter 21 auf 3 festgelegten Strecken zu fahren :)
Einfach Klasse.

Eine Woche später kam dann meine 363 Prüfung dran.
Lok aufrüsten, Funkfernsteuerung prüfen, Fahrt zum Zug, Zug nach Essen Kray fahren, dann direkt weiter nach Essen Nord als Rangierfahrt. In Essen Nord im Funkbetrieb die Firma Goldtschmidt zustellen. Und dann wieder mit nem richtig langen Zug (363 + 8 Kesselwagen) zurück nach Wanne-Eickel.
Da der Prüfer, schon auf der EBA Fahrt dabei war, und dort schon begeistert war, wie souverän ich alle Unregelmäßgkeiten gemeistert und Fragen beantwortet habe, war er von meiner Leistung auch wieder begeistert, und hat mir ohne Bedenken, wie er sagte, mir meine Prüfungsbescheinigung ausgehändigt.

Dann gab es noch ne Woche Einweisung und meine Abnahme als Fristentauscher erfolgte!

Anschließend, kamen zwei Wochen, wo ich 0 Bock drauf hatte. Einweisung am Berg in Oberhausen Osterfeld.

Am Ende meiner ersten selbstständigen Woche als Loktauscher wurde ich dann vom Oberhausen Osterfelder Gruppenleiter abgenommen.


Hauptsächlich fahre ich derzeit am Berg in Osterfeld, und wenn ich gebraucht werde, als Fristentauscher auf folgenden Abschitten:
- Oberhausen Osterfeld - Oberhausen West - Duisburg Ruhrort Hafen
- Oberhausen Osterfeld - Bottrop Hbf - Gladbeck West
- Oberhausen Osterfeld - Gelsenkirchen Schalke/Gelsenkirchen Bismarck - Wanne-Eickel - Herne Rottbruch - Bochum Nord - Bochum Langendreer - Witten - Hagen Vorhalle sowie im Umleitungsverfahren auch Oberhausen Osterfeld - Essen Altenessen - Gelsenkirchen Hbf - Wanne-Eickel

Dann wurde klar, das wir U21 Tf doch Nachtschichten machen dürfen, und darauf hin hab ich mir direkt Einweisung auf Lok 23 geben lassen.
Lok 23 ist mehr oder weniger für Zugfahrten von Oberhausen Osterfeld nach Wanne-Eickel und zurück, sowie 4 Pendelfahrten zwischen Oberhausen Osterfeld und Duisburg Ruhrort Hafen eingesetzt.

Und so bin ich in letzter Zeit weiter gekommen.

Ach, das wichtigste hätte ich noch fast vergessen.
Ich war ja nochmal in Hagen auf Ausbildung, bzw eher Einweisung Baureihe 264 (NS 6400). Und später auf Einweisung MaK/Vossloh G 1206 BB.
Von beiden Loks gefällt mir die 6400 besser. Die ich dann auf prompt in meiner ersten Woche als Loktauscher die ganze Zeit als Fahrlok fahren durfte.
Danke Wolfgang ;)

Aktualisierung Freitag 09.05.2008

Ja, nachdem ich dann meine ganzen Baureihen hatte, war ich eine kleine universelle Geheimwaffe des Diensteinteilers. Nur das doofe war, das meine Streckenkenntnisse nicht viel gebracht haben und ich somit nur Fristentauscher auf den festgelegten Strecken machen konnte, und als Berglok-Lrf fahren konnte.
Naja, das mit der Berglok war schon ätzend.

Dann begann ich auf jeden Fall Anfang Dezember 07 endlich mit meinem Führerschein. Angemeldet war ich ja schon seit Mai 07 :)
Theorei hab ich dann auch im Urlaub bis auf nen paar Stunden abgewickelt bekommen und bin kurz vor der praktischen Prüfung. Theorie-Prüfung hab ich natürlich im ersten Anlauf geschafft. Hoffentlich hab ich die Karte dann ab dem 21.05. in den Händen.

Jedenfalls hatte ich in meiner Geburtstagswoche dann eigentlich nen richtig geilen Deal.
Montag bis Mittwoch GJAV in Mainz, Donnerstag und Freitag Berglok und Samstag, am 16.02.2008 RUHE!

Doch dann kam alles anders. Ich musste dann ab Donnerstag Frühdienste machen, und weil es so schön ist natürlich aufm 21ten Geburtstag Berglok :(

Aber dann war ich die richtige Geheimwaffe:
-> Nacht Lok 22 : Bauwagen rangieren und weit weg fahren. z.B. nach D´dorf Eller wo komischerweise sonst keiner von den Fristentauschern hinfahren wollte
-> Sonderdienste mit Bauwagen
-> Fristentauscher mit Umleitungsstrecken ohne Ende :)

Nun bin ich mal ab und an aufm Berg, oder ich mach Fristentauscher.
Derzeit bin ich noch auf JAV Seminar in Köln-Flittard. Heute nun der letzte Tag und mal sehen was die JAV Arbeit vor Ort wieder so schönes zu bieten hat - Nach einer Woche Urlaub :)

 

Wir schreiben das Jahr 2011! Es hat sich viel in meinem Leben getan...
Was genau?! Das kommt in den nächsten Tagen wenn ich mehr Zeit habe um hier einen ausführlichen Text zu schreiben ;)

 


Wenn ihr sonst noch so Fragen zu meinem Leben habt, meldet euch ;)


 

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